La Biennale di Venezia ist eine der wichtigsten Architekturausstellungen der Welt. Zum ersten Mal dabei ist Prof. Dr. Michael Braungart, Mitbegründer des Cradle to Cradle Konzepts und Geschäftsführer der EPEA Internationalen Umweltforschung in Hamburg, um das Cradle to Cradle Konzept in einer der Pavillons auszustellen. In diesem Jahr ist der chilenische Architekt Alejandro Aravena der künstlerischer Leiter der 15. Internationalen Architekturausstellung, die vom 28. Mai bis zum 27. November 2016 unter dem Titel „Reporting from the Front“ in Venedig stattfindet.

578_poster_reicheThematisch fügt sich Cradle to Cradle sehr gut in das diesjährige Motto „Reporting from the Front“ ein. Das Bild das hinter der Idee steckt zeigt eine Frau auf der obersten Sprosse einer Leiter. Oben angekommen, blickt sie auf eine Wüste. Paolo Baratta, Präsident der Biennale von Venedig, deutet das Bild wie folgt: „Ich denke, sie sieht vor allem einen trostlosen Boden, der aus unermesslich großen Gebieten besteht, die von Menschen bewohnt werden, und die ganz sicher kein Vorzeigeschild sind. […] Aber sie sieht auch ein Anzeichen von kreativen Fähigkeiten und Erfolge, die Anlass zur Hoffnung sind. Diese Anzeichen sieht sie in der Gegenwart, nicht in einer ungewissen Zukunft der Hoffnung und der Ideologie.“ So bietet die Biennale eine Möglichkeit, die Bedeutung von nützlichen Gebäuden anhand von praktischen Beispielen zu zeigen. Mit dem Titel „Celebrating our Human Footprint: A Building Like a Tree – A City Like a Forest” zeigt Braungart ganz nach dem Cradle to Cradle Konzept positiv definierte Innovationen im Bereich der Architektur: “It is possible to make buildings beneficial for humans and nature: healthy material banks which are cleaning the air, the water and supporting biodiversity and ecosystems.“

Es lohnt sich bei der diesjährigen Biennale vorbei zu schauen: „Reporting from the front will be about sharing with a broader audience, the work of people that are scrutinizing the horizon looking for new fields of action, facing issues like segregation, inequalities, peripheries, natural disasters, waste, pollution and participation of communities.“ (Alejandro Aravenas)

Weiterführende Informationen:
www.epea.com/en/news/epea-exhibits-15th-biennale-di-venezia
www.labiennale.org/en/architecture/

Titelbild: ©Friederike von Wedel-Parlow & EPEA Internationale Umweltforschung GmbH