Von Ledergerbung mit Olivenblättern bis künstliche Intelligenz

Vom 10. bis zum 13. August 2017 kamen Aktive aus allen Ecken Deutschlands im Adolf-Schlatter-Haus in Tübingen zusammen, um im Rahmen der vierten Akademie die Köpfe zusammenzustecken und rauchen zu lassen. Akademie, das heißt vernetzen, weiterbilden und gemeinsam neue Ideen für die Aktivenarbeit zu entwickeln!

Das Herz einer jeden NGO sind die Aktiven. Einmal im Jahr treffen sich daher die Ehrenamtlichen des Cradle to Cradle e.V. im Rahmen der Akademie, um diesen Herzschlag zu spüren und einen gemeinsamen Rhythmus zu finden! Die Akademie inspiriert und bietet Raum gemeinsam kreativ zu werden. Hier vernetzen sich unsere Aktiven und bilden sich fort: Workshops und Diskussionsrunden ermöglichen es in unterschiedliche Bereiche zum Thema Cradle to Cradle (C2C) tiefer einzutauchen. Gemeinsam wird über praktische Kampagnenarbeit diskutiert und Ideen entwickelt: Wie trage ich die Idee von C2C in die Öffentlichkeit? Wie starte ich ein C2C-Projekt und setze es um?

Dieses Jahr trafen sich unsere Aktiven im Tübinger Adolf-Schlatter-Haus, um sich zu diesen und vielen weiteren Fragen unter dem Gesichtspunkt unseres positiven Fußabdrucks auszutauschen. Dank der Online Plattform Podio kennen sich Viele bereits, doch die Personen hinter den Namen und Profilbildern kennenzulernen und neue Kontakte zu knüpfen, ist durch kein Programm zu ersetzen!

Zu Beginn der Akademie versorgte unser geschäftsführende Vorstand, Nora Sophie Griefahn und Tim Janßen, die Teilnehmenden mit Wissenswertem zum C2C e.V. und stellten ihre Vorstandsarbeit vor. Sie berichteten über die Bewegründe zur Gründung der Organisation und erläuterten Vision und Mission unseres C2C e.V.: Wir wollen eine Welt, in der Cradle to Cradle Denkschule und Designkonzept selbstverständlich sind! Auch das Geschäftsstellenteam aus Berlin und der Aktivenausschuss berichteten von ihrer Arbeit.

In intensiven Workshop-Phasen ging es anschließend unter anderem um Datenbanken, künstliche Intelligenz, C2C-Gedichtinterpretation, Thermodynamik für Dummies oder Design Thinking. Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Unter anderem ist ein neuer Arbeitskreis zum Thema „Ansprache von Politiker*innen“ in Planung und ein Entwurf für den C2C e.V.-Stand wurde ausgewählt und die Umsetzung initiiert. Für die Tüftler*innen bot sich beim Workshop „Produktdesign – was geht“ die Möglichkeit mit Zange und Schraubenschlüssel bewaffnet Elektrogeräte auf ihre Zerlegbarkeit zu prüfen. Ergebnisse wurden in einer Matrix festgehalten und Ideen für alternatives und kreislauffähiges Produktdesign festgehalten. Außerdem wurde das erste deutsche C2C-Gedicht vorgetragen!

Ergänzt wurden das Programm durch spannende Vorträge: Thomas M. Lamparter von „wet green“ erklärte die Probleme der konventionellen Gerbung von Leder und dessen gesundheitliche Folgen, wie z. B. Allergien. Die Lösung sieht „wet green“ in der Gerbung mit Olivenblättern und somit ohne schädliche Chemikalien. Auch unsere Beirätin Katja Hansen war mit von der Partie, erzählte von Cradle to Cradle Szenarien und sprach über Zusammensetzung von Materialien und deren Einordnung in die biologische oder technische Sphäre.

Bei unserem Sommerfest fand die Akademie, wie immer, einen gebührenden Ausklang. Ob bei Tischtennis-Turnier, im Gespräch oder auf der Tanzfläche: Bei ausgelassener Stimmung ging auch diese Akademie zu Ende!

Was bleibt? Neue Ideen, noch mehr C2C-Wissen und schöne Erinnerungen an die gemeinsame Zeit! Die Akademie zeigte uns erneut, dass der C2C e.V. tolle Menschen zusammenbringt, die mit viel Herzblut ihre Aktivenarbeit gestalten. Vielen Dank für Euer Engagement!

Mit finanzieller Unterstützung des vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg geförderten Projekts ‚Tübinger Kompetenzzentrum Nachhaltige Entwicklung‘.