Hamburger Architektur-Studierende entwerfen im Rahmen eines Wettbewerbs einen Infostand für den C2C e.V.

Einen Infostand nach Cradle to Cradle (C2C) Kriterien für den C2C e.V. zu entwerfen − so lautete die diesjährige Aufgabenstellung des Stegreif-Wettbewerbes an der HafenCity Universität in Hamburg. 30 Studierende reichten 19 Entwürfe ein und zeigten auf vielfältige und kreative Weise, wie sich die Organisation mit Hilfe eines Standes nach Außen präsentieren kann.

Ein einheitliches Standkonzept, das den C2C Gedanken widerspiegelt, den C2C e.V. repräsentiert und von möglichst vielen Regionalgruppen günstig gebaut werden kann. Das waren die Grundgedanken der Aufgabenstellung für den zweiwöchigen Stegreif-Wettbewerb, der auch dieses Semester von Dipl-Ing. Matthias Kulcke mit seinen Architektur-Studierenden durchgeführt wurde.

Einem intensiven Impulsvortrag von Klaas Oostlander und Jessica Weber (Regionalgruppe Hamburg) folgte eine ausgiebige Diskussion zur Aufgabenstellung sowie den Bedürfnissen und Gegebenheiten im e.V.. Wo und wie repräsentiert sich der e.V.? Welche Fragen kommen in Gesprächen auf und können oder können auch nicht vor Ort beantwortet werden? Mit welchen Bedürfnissen informieren sich Besucher*innen und welche Erwartungen haben sie? All dies waren Fragen, die im Anschluss an die Präsentation ausgiebig analysiert und besprochen wurden. Danach starteten die Studierenden mit ihren Arbeiten.

Nach einer Woche Konzeption sollte ein Praxisbeispiel verdeutlichen, was es heißt nach C2C zu planen und zu bauen. Eine Führung durch den Woodcube in Hamburg führte den Teilnehmer*innen viele Herausforderungen und Möglichkeiten vor Augen. Der Woodcube ist Deutschlands erstes leimfreies Mehrfamilienhaus in Massivholzbauweise. Es kann nach seinem Lebenszyklus komplett dem biologischen Kreislauf zurückgeführt werden. Matthias Korff, der Geschäftsführer von DeepGreen Development, nahm sich eineinhalb Stunden Zeit, um vom Projektverlauf und den vielfältigen Erfahrungen rund um das Thema ökologisches Bauen zu berichten.

Eine knappe Woche später, Anfang Mai, fand dann die Jurysitzung und Prämierung der Gewinner*innen statt. Intensive Materialrecherche, Modularität im Mittelpunkt, Abfall ist Nährstoff als Grundaussage – die Präsentation der Entwürfe machte deutlich, dass alle Teilnehmer*innen auf sehr unterschiedliche Weise das Thema C2C angegangen sind. Insgesamt 19 Entwürfe wurden von der fünfköpfigen Jury begutachtet, diskutiert und bewertet. Folgende Gewinner*innen standen am Ende eines langen Abends fest:

Platz 1: Sofia Nembrini und Eva Seyfried für ihre Idee aus dem C2C Logo bzw. den beiden Kreisläufen einen Bar- und Sitzbereich zu gestalten, der zur Diskussion und zum Verweilen einlädt. Die beiden Kreisläufe sollen entsprechend mit biologischem oder technischem Nährstoff gebaut werden.

Platz 2: Amrita Burmeister und Maria Fritzenschaft für die Konzeption einer modularen Wand (in der Grundidee aus Karton) mit Klappmodulen. Je nach Bedürfnis kann diese mit Tischen, Sitzgelegenheiten oder Regalen für Produkte bestückt werden.

Platz 3: Saskia Okuniek und Henriette Helk für das portable Stecksystem aus Holz, das je nach Gegebenheit und Bedürfnissen modular an die jeweilige Situation angepasst werden kann und leicht zu transportieren ist.

Eine lobende Erwähung ging an Arseny Lebedev, der einen mannshohen Kreislauf aus Plotterrollen entworfen hat. Dabei demonstrierte er live und sehr beeindruckend, wie alte PET-Flaschen zu Verbindungselementen verarbeitet werden können und die Konstruktion für den Transport einfach zusammengeklappt werden kann.

Die Regionalgruppe Hamburg wird in den nächsten Wochen und Monaten die Entwürfe für sich weiter entwickeln und plant außerdem alle Entwürfe in einer Broschüre zu veröffentlichen.

Ein herzliches Dankeschön geht an dieser Stelle an alle Projektbeteiligten: Alle Studierenden, Dipl-Ing. Matthias Kulcke, Matthias Korff von DeepGreen Development sowie die Jurymitglieder Prof. Dr.-Ing. habil. Wolfgang Willkomm, Eric Pfromm und Alexander Volker (BFGF GmbH & Co. KG), Lukas Haack und Klaas Oostlander (C2C e.V.)

Jessica Weber (Regionalgruppe Hamburg)