Als Alltagsallrounder oder Trainingspartner, ganz gleich, für die Meisten ist er einfach ein Must-Have. Unser Sneaker begleitet uns zuverlässig fast überall mit hin, doch sobald die äußere Ästhetik nachlässt landen sie im Müll und ein neues Paar muss her. Bei unserem hohen, nennen wir es mal, Sneakerkonsum ist es unsere Zeit wert, nach einem nachhaltigen Modell Ausschau zu halten.

Regulär endet unser gebrauchtes Schuhwerk auf Mülldeponien – es dauert 30 bis 40 Jahre bis diese in Teilen verfallen. Natürlich gibt es Möglichkeiten die Lebensdauer zu erhöhen: Mit Wiederverwertungsprogrammen, die gebrauchte Materialien in der Herstellung verwenden oder mithilfe eines Schusters.

Der amerikanische Student Quang Pham entwarf nun ohne chemische Kleber einen neuen Sneaker aus Materialien die biologisch abbaubar oder wiederverwertbar sind. Das Modell verspricht dennoch Tragekomfort und Funktionalität. Ein gewisser Verlust des Materials während des Recyclingprozesses ist natürlich ein Nachteil und zeigt, dass auch dieses Modell nicht perfekt ist.

Käufer*innen von MODS können ihre Sneaker individuell designen lassen, so dass sie auf die jeweiligen Bedürfnisse ausgerichtet sind. Außerdem gewährleistet dieses Modell eine hohe Belastbarkeit und eine leichte Reinigung, dank Wolle und Bambus – für dessen Anbau keine Pestizide benötigt werden. Das verwendete 3D-Druckmaterial ist ein bereits wiederverwertetes Plastik von PET Flaschen, welches zuvor gereinigt wurde.

Um eine möglichst geringe CO2-Belastung zu erreichen, kommen die Materialien aus den USA, wo der Sneaker produziert wird.

Der MODS Sneaker befindet sich noch in der Entwicklungsphase: Was die Umsetzung dieses Konzepts und den Preis in der Praxis betrifft, können noch keine Aussagen getroffen werden. Nach Gebrauch soll der Sneaker aber wieder an den Hersteller zurückgesandt werden, welcher dann die einzelnen Materialien in einem neuen Produkt verwenden kann oder diese in die dafür vorgesehenen Entsorgungsmöglichkeiten gibt.

Da der Schuh biologisch abgebaut bzw. wiederverwertet werden kann, erhielt der Designer Quang Pham den 1. Platz im Wettbewerb des Cradle to Cradle Products Innovation Institute in der Sparte der besten Studentenprojekte. Ziel ist es, Produkte zu entwickeln, die nach ihrer Nutzung gänzlich im Sinne der Kreislaufwirtschaft zur Natur zurückgeführt werden können. Pham plant sein Produkt weiter zu entwickeln und zukünftig in die Produktion überzugehen.

Foto: www.c2ccertified.org